Motorrad

Fahrsicherheitstraining

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Da Motorradfahren bekanntlich ja nicht ganz ungefährlich ist und ich ja nun schon ein Weilchen diesem Vergnügen nachgehe, war es wohl Zeit für ein Fahrsicherheitstraining.
Eigentlich hielt sich meine Begeisterung stark in Grenzen als Andreas mir unterbreitete dass er uns angemeldet hat. Hm, nun ja... Aber mitgefangen- mitgehangen, ich musste ja nun mal...

Am Samstag morgen sollte es losgehen und den ganzen Tag dauern. Als ich morgens aus dem Fenster sah, traf mich fast der Schlag, denn es hatte scheinbar so ziemlich die ganze Nacht geregnet, so dass der Boden schön nass und rutschig war. Das einzige Highlight das meine Laune aufrecht hielt, war dass dies Training auf dem Bundeswehrgelände in Wittmund stattfinden sollte, genauer beim Jagdgeschwader Richthofen. mo2

Im Hinblick auf den heissen Kaffee und die krossen Brötchen die mich beim Frühstücksbuffet in der Kaserne erwarten sollten, quälte ich mich in meine Motorradklamotten und sah zu dass ich die Maschine auf die Strasse brachte. Meine Vorahnung hatte nicht zu viel versprochen, die Strassen waren richtig übelst nass. Angekommen vor der Kaserne, machten sich erst einmal die Teilnehmer miteinander bekannt. Ein Teil hatte schon den Tag vorher zur Anreise genutzt und wartete schon vor der verschlossenen Tür zum Unteroffiziersheim. Verschlossen? Ja, genau, denn kleine Pannen erheitern das Gemüt bereits vor dem ersten Kaffee.
Das Frühstück war jedoch klasse und die Gruppe verstand sich schnell sehr gut. Andy, unser Fahrtrainer, stellte sich kurz vor und hielt bereits erste Instruktionen bereit. Die wichtigste davon war wohl, dass dies Training allen Spass machen sollte- und dies lässt sich auch als Resümee absolut bejahen.
Nach dem Frühstück ging es dann auf die Flugbahn. Andy erwies sich nicht nur als Genie auf dem Motorrad, er brachte alle Anweisungen auch in einem locker flockigen Ton rüber, ohne dabei den Ernst bei der Sache zu verlieren. Nicht einmal die theoretischen Teile wurden langweilig, man wunderte sich wie schnell die Zeit verrann.
Nachdem die ersten Übungen gefahren waren, verlor man schnell die Scheu etwas mutiger Dinge mit dem Motorrad auszuprobieren. Alles wurde nach dem Motto gefahren: "ALLES GEHT, NICHTS MUSS!" mo6

Es wurden am vormittag Übungen gefahren zum langsamen Fahren, zum Wenden, Kurven mit möglichst kleinem Radius und und und... Gegen Mittag kam die Frau des Organisators und stärkte uns mit Kaffee und Kuchen. Lange dauerte die Pause aber nicht denn alle wollen weitermachen. Im 2. Teil kam dann das Bremsen, Ausweichen bei höheren Geschwindigkeiten und das Kurvenfahren dran. Wir lernten dabei, Vertrauen in die Maschine zu bekommen und sollten die Maschine man machen lassen.

Zum Kurven fahren und um zu sehen, wie viel Platz wir eigentlich noch beim Kurvenfahren in Schräglage haben, malte Andy uns einen Kreidestreifen auf den Hinterreifen. Allerdings war dieser spätestens nach dem Parcoursfahren weg. Und der Spassfaktor enorm.
Abends gab es als Abschluss noch Essen im Unteroffiziersheim. Den Patzer vom Morgen machte das Personal 10fach wieder gut- das Essen war hervorragend.

Ganz besonders an dem Tag hat mich gefreut, dass mein Dad mitfahren konnte und die Gelegenheit hatte, mal bei den jungen mitzumischen. Wir haben alle sehr viel gelernt, egal ob alter Hase oder Jungspund. Vor allem Andys Art Dinge zu vermitteln hat mich sehr beeindruckt. So fühlte sich keiner unter- oder überfordert und alle waren mit Spass und Elan bei der Sache.
Einen grossen Dank an ihn und an den Organisator Siebelt, der Zeit und Mühe inverstiert hat, dies auf die Beine zu stellen.
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung ;-) mo5