Motorrad

Stiege 2003

 
Die erste grosse Tour
 
Nachdem ich Ende 2002 meinen Motorradführerschein gemacht hatte und auch gleich meinen Premiereunfall hatte, kam die Wintersaison. Aber ebenso schnell wurde es wieder Frühling und ich konnte wieder fahren. Nachdem ich viel Zuspruch und Hilfe in einem Motorradforum bekam, beschloss ich, am Jahrestreffen 2003 in Stiege teilzunehmen.
 
Freitag mittag sollte es also losgehen. Maschine bepackt, vollgetankt und ohne Plan erst mal ab Richtung Autobahn. Ich hatte mich mit 2 anderen Fahrern aus Schleswig- Holstein in der Nähe von Hannover verabredet um mit denen weiterzufahren.
Allerdings gestaltete es sich schon mal nicht so einfach nach Hannover zu kommen. Ich weiss gar nicht mehr genau in wie vielen Staus ich in der brütenden Hitze mit meinen schwarzen Motorradklamotten stand, aber es waren eindeutig zu viele!
 
In Hannover angekommen traf ich die anderen 2 auch recht schnell und wie konnten und weiter auf den Weg machen. Wie gut dass die zumindest eine Karte dabei hatten, wenn auch ein paar Probleme sie zu lesen. Nach einer schier endlosen Fahrt kamen wir aber in Stiege an und wurden auch herzlichst begrüsst.
Da es schon auf 22.00Uhr zuging hatten sich schon lustige Grüppchen gebildet, die dies Livetreffen nutzen um sich näher kennenzulernen. Dazu muss man sagen, dass die meisten sich nur aus dem Internet kannten und sich zum ersten Mal sahen. So bildeten sich auch einige Freundschaften heraus.

 
Gleich zu Anfang wurde mir dann ein Motorradrätsel in die Hand gedrückt, bei dem einige Fragen rund um unser Hobby zu lösen waren. Diesen dann ausgefüllt, wurde erst mal das erste Alster gegönnt...
Der erste Abend wurde recht kurz gehalten (bei mir zumindest) und ich verschwand irgendwann müde und kaputt in mein Zelt um meinen Nachbarn beim Schnarchen zuzuhören...
 
Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt bevor sich alle fertig machten für eine gemeinsame Tour durch den Harz. Als Fahranfänger hat man es da gar nicht so einfach, allerdings wurde das "In der Gruppe Fahren" von Kilometer zu Kilometer immer besser. Wenig zuträglich war übrigens, dass ich meine Maschine noch gedrosselt fahren musste.
Auch den Tag war es so dermaßen heiss, dass der Gastwirt bei dem wir Zwischenstopp machten, dass Geschäft seines Lebens macht, da wir restlos alle Getränkebestände orderten.
 
Abends, nach Motorrad abstellen, Motorradklamotten in die Ecke schmeissen und ausgiebig duschen, gab es dann noch ein leckeres Essen, die Preisverleihung des Motorradrätsels fand statt und ein geselliges Beisammensein wurde eingeläutet. Tatsächlich hatte ich es geschafft, so gut zu raten dass ich den 3. (?) Platz erzielte.
Der Abend wurde dann auch ein wenig länger, auch wenn alle recht kaputt vom Tag waren. Der Abend wurde mit einem grossen Lagerfeuer ausgeklungen, nach dem dann alle in Richtung Betten verschwunden sind.
 
Der Sonntag begann wieder mit einem ausgiebigen Frühstück, anschliessend wurde das Gruppenfoto erstellt. Leider fiel ich hierfür aus, weil Hitze, Anstrengung und wenig Schlaf mir doch mehr zu schaffen gemacht hatten als ich annahm und mit einem leichten Kreislaufkoller im Zelt vor mich hin vegetierte. Durch die aufopfernde Pflege anderer Fahrer kam ich aber schnell wieder auf die Beine, so dass ich dann am frühen Nachmittag wieder die Fahrt gen Heimat antreten konnte.
 
So heiss es die letzten Tage auch gewesen war, so heftig waren auch die Regengüsse die niederprasselten als wir kurz vor Oldenburg waren. Auf dem Treffen hatte ich jemanden aus Wiefelstede kennengelernt, der mit mir zurückfuhr. Kurz vor Oldenburg kam Wind auf, es regnete auf einmal wie aus Kübeln u nd wir wurden von einer Windboe erfasst und auf die Überholspur gedrückt. Wir können nur von Glück sagen dass kein Auto neben uns fuhr. Mit einem riesen Schrecken fuhren wir dann erst mal an die nächste Tankstelle und warteten den Schauer ab.